IAMANEH Schweiz

Gegen die Mädchenbeschneidung in Mali

Auch heute sind noch über 90% der Frauen in Mali beschnitten. Die Auswirkungen der Beschneidung auf die körperliche und seelische Gesundheit von Mädchen sind gravierend und lebensgefährlich. Folgekomplikationen prägen oft das ganze Leben.

Die Beschneidung umfasst alle Eingriffe einer partiellen oder totalen Entfernung der äusseren weiblichen Genitalien. Die sozio-kulturelle Begründung, die dafür vorgebracht wird, sind Sitten und Tradition, Ästhetik, ein Mittel zur Kontrolle der Sexualität und der Fruchtbarkeit der Frauen, religiöse Gründe. Der von den Frauen gezahlte Tribut ist sehr gross: Zu den extremen Schmerzen während der Eingriffe, die ohne Anästhesie und in den meisten Fällen unter gefährlichen Bedingungen durchgeführt werden, kommen oft gesundheitliche Komplikationen hinzu, die bis zum Tode führen können: Blutungen, Infektionen, erschwertes Urinieren, Inkontinenz oder Komplikationen bei der Geburt. Zudem sind die Frauen oft in ihrer Psyche und Sexualität beeinträchtigt.

Ein wichtiger Aspekt der Arbeit ist die Aufklärungsarbeit in den Projektdörfern. Hierbei werden die Zielgruppen über allgemeine Themen der sexuellen Gesundheit informiert, aber auch über Genitalbeschneidung und ihre Folgen für Mädchen und Frauen. Aufklärungsarbeit wird in Form von Diskussionsrunden, Video- und Theateraufführungen, Radiosendungen sowie individuelle Besuche kontinuierlich durchgeführt. In die Aufklärungsarbeit werden auch die Schulen eingebunden. Lehrkräfte, die zu diesem Zweck weitergebildet wurden, bauen die Thematik der Beschneidung in ihren Unterricht ein und lösen so Diskussionen innerhalb der Schulklasse aus. Aufklärungsarbeit wird ebenfalls an den Gesundheitszentren gemacht: Das Gesundheitspersonal der Gesundheitszentren nutzt die vorgeburtlichen Untersuchungen, um die schwangeren Frauen über Beschneidung und deren Folgekomplikationen zu informieren.

Ziel unseres Projektes ist es, dass Bevölkerung die Genitalverstümmelung als Gewaltakt gegen Frauen und Mädchen wahrnimmt. Die Informations- und Sensibilisierungsarbeit soll ein Umdenken ermöglichen und langfristig dazu führen, dass solche gesundheitsschädigenden Praktiken aufgegeben werden.

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Organisations-Infos

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Aeschengraben 16
4051 Basel
061 205 60 80
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